Die Kleidermotten Larve (Raupe) ist ca. 10 mm lang und hat einen markanten braunen Kopfkapsel.
Der wahre Feind im Kleiderschrank: Die Larve
Wenn Sie flatternde Motten in Ihrer Wohnung sehen, ist der Schaden meist schon angerichtet. Denn die fliegenden Falter fressen überhaupt nichts – sie haben nicht einmal entwickelte Mundwerkzeuge!
Der eigentliche Schädling in Ihrem Kleiderschrank ist die Kleidermotten Larve (oft auch umgangssprachlich als Raupe oder Made bezeichnet). Aus den winzigen Kleidermotten Eiern schlüpfen diese gefräßigen Larven, deren einziges Lebensziel es ist, zu fressen und zu wachsen.
Wie sehen Kleidermotten Larven aus? (Erkennungsmerkmale)
Die Larven sind deutlich leichter zu erkennen als die mikroskopisch kleinen Eier. Wenn Sie Ihren Schrank inspizieren, achten Sie auf folgende Merkmale:
1. Größe und Form
Direkt nach dem Schlüpfen sind sie winzig (ca. 1 mm), wachsen aber im Laufe ihrer Entwicklung auf eine beachtliche Länge von bis zu 10 Millimetern (1 cm) an. Sie haben eine typische langgestreckte Raupenform.
2. Farbe: Weißlich bis gelb
Der Körper der Larve ist weißlich bis cremegelb und leicht transparent. Manchmal scheint der Darminhalt dunkel durch die Haut, besonders wenn sie gerade gefressen haben.
3. Der dunkle Kopfkapsel
Das markanteste Erkennungszeichen ist der Kopf. Während der Körper blass und weich ist, haben Kleidermotten Larven einen harten, deutlich sichtbaren dunkelbraunen Kopf.
4. Die Seidenröhre (Kokon)
Sehr oft sehen Sie die Larve nicht frei herumlaufen. Kleidermotten Larven spinnen aus ihrer eigenen Seide und den abgefressenen Textilfasern eine Art Schlafsack (Röhrengespinst). Sie schleppen dieses Mottennest oft mit sich herum und ziehen sich bei Gefahr blitzschnell darin zurück.
Was fressen die Larven? (Und was nicht!)
Kleidermotten Larven sind auf eine ganz bestimmte Substanz angewiesen: Keratin. Dieses Protein kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor.
Auf dem Speiseplan stehen:
- Wolle (Schafswolle, Alpaka)
- Kaschmir & Mohair
- Seide
- Pelze & Felle
- Federn (Daunendecken)
Was sie NICHT fressen: Reine Baumwolle, Leinen oder synthetische Stoffe (Polyester, Viskose) werden von der Larve nicht verdaut. Finden Sie Löcher in reiner Baumwolle, war das Kleidungsstück entweder nicht 100% rein, stark mit Hautschuppen verschmutzt, oder der Übeltäter war keine Motte, sondern vielleicht ein Pelzkäfer.
Lebenszyklus: Von der Larve zum Falter
Die Larvenphase ist das mit Abstand längste Stadium im Leben einer Motte. Abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot kann eine Larve zwischen 2 Monaten und mehreren Jahren (!) in Ihrem Schrank leben, bevor sie sich verpuppt.
- Ei: 4 bis 21 Tage
- Larve (Fressphase): 2 Monate bis zu 2 Jahre! (Hier entsteht der Schaden)
- Puppe (Kokon): 2 bis 3 Wochen
- Falter: 1 bis 2 Wochen (Paarung und erneute Eiablage)
So bekämpfen Sie die Larven sofort
Wenn Sie Larven in Ihrem Schrank gefunden haben, ist ein massiver Befall wahrscheinlich. Gehen Sie sofort wie folgt vor:
- Isolation: Packen Sie alle befallenen oder verdächtigen Wollartikel in verschließbare Müllsäcke.
- Temperatur-Schock: Waschen Sie alles, was 60°C aushält. Den empfindlichen Rest (wie Kaschmir oder teure Schurwolle) frieren Sie für mindestens 72 Stunden bei -18°C ein.
- Aussaugen: Saugen Sie den Kleiderschrank extrem gründlich aus. Vergessen Sie nicht die Ritzen und Vorbohrungen für Regalbretter. Werfen Sie den Staubsaugerbeutel danach sofort in den Hausmüll außer Haus.
- Schlupfwespen: Larven und Falter zu töten reicht oft nicht, da versteckte Eier bald nachschlüpfen. Bestellen Sie Schlupfwespen (Trichogramma evanescens), um den Befallszyklus biologisch und nachhaltig zu durchbrechen.
Häufig gestellte Fragen
Motteneier sind extrem schwer zu erkennen, da sie nur etwa 0,5 mm klein sind. Die Larven (Raupen), die aus diesen Eiern schlüpfen, sind mit bis zu 10 mm Länge deutlich leichter zu finden und das eigentliche Problem.
Kleidermotten Larven sehen aus wie winzige, weiße bis gelbliche Raupen (Maden) mit einem deutlich erkennbaren, dunkelbraunen Kopf. Sie werden bis zu 10 mm lang und verstecken sich oft in Gespinsten.
Sowohl die Eier als auch die gefräßigen Larven sterben sofort bei großer Hitze (Waschen bei 60°C) oder extremer Kälte (72 Stunden bei -18°C im Gefrierfach). Chemische Sprays töten Larven, erreichen Eier aber oft nicht.
Mutter-Motten legen ihre Eier bevorzugt direkt auf die Nahrungsquelle der zukünftigen Larven: Wollpullover, Seide, Kaschmir, Pelze oder Teppiche. Schlüpft die Larve, kann sie sofort mit dem Fressen beginnen.
Thomas Lehmann
Autor & Schädlingsberater
Thomas beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Schädlingsbekämpfung im Haushalt. Als Experte für Mottenbekämpfung teilt er auf motteneier.de praktische Tipps und bewährte Methoden, um Motteneier effektiv zu erkennen und zu beseitigen.